NGZ Neuss Grevenbroicher Zeitung - 29. Dezember 2012

"Coole" Kühlschränke aus Holzbüttgen

Neuss. Das Kaarster Unternehmen Gastro-Cool produziert Kühlschränke in allen Farben und Formen: Rund 500 verschiedene Typen sind lieferbar. Damit hat sich die Firma vor allem im Bereich der Werbekühlschränke am Markt durchgesetzt. Von Stefan Reinelt

Der Schwiegervater von Christian Machers verkaufte noch so genannte "weiße Ware", also Waschmaschinen und Küchengroßgeräte, darunter auch Kühlschränke. Heute dagegen kann es nicht bunt genug sein: Das Kaarster Unternehmen Gastro-Cool vertreibt heute Kühlschränke in allen Farben. Die in Holzbüttgen ansässige Firma hat sich auf die Produktion und den Vertrieb von bedarfsorientierten Kühlgeräten spezialisiert.

In den 1990er Jahren wurden die Kühlschränke in der Gastronomie und im Verkauf als Werbeträger interessant. Vor allem mit dem Aufkommen der Alkopops zierten die Geräte verstärkt die Logos der Hersteller. "Werbekühlschränke haben damals für eine Umsatzsteigerung von 500 Prozent bei Getränken gesorgt", sagt Machers. Heute werden die Kühlschränke nicht nur von Getränkeherstellern als Werbeflächen genutzt. "Wir haben schon für Bananen, Socken und Motoröl geworben", erzählt der 40-Jährige.

Rund 6000 Geräte und 500 verschiedene Typen hat Gastro-Cool sofort lieferbar auf Lager. Neben einigen Standardgrößen entwickelt die Firma auch eigene Systeme. Acht Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, Christian Machers ist die Kreativabteilung. "Wenn ich eine Idee habe, baue ich ein Modell aus Holz. Unser 3D-Designer gestaltet es dann am Computer weiter", sagt der Firmenchef.

Bag-in-Box Das erste selbstentwickelte Produkt war ein Kühlschrank für Weinkartons, von dem direkt ein Glas abgefüllt werden kann. "Die Deutschen interessierten sich damals nicht dafür, bis sie ein Weingut aus Rumänien bei uns bestellte. Dann wurde die Box ein Renner in Osteuropa", erzählt Machers. Zuletzt wurde das Produkt weiterentwickelt für Milch und Säfte, sei es in Kartons oder Tüten abgefüllt. Für Cocktails aus der Box hat Gastro-Cool die eigene Marke "Aloha Cocktails" entwickelt. Um die Hygiene zu bewahren, wird der Abfüllschlauch mit dem leeren Karton weggeworfen.

Dosen-Dispenser Anstatt die Kühlschranktür zu öffnen, wodurch stets Kälte entweicht, rollt die Dose aus diesem Gerät einfach heraus. Da von oben nachgefüllt wird, ist die unterste Dose auch immer die kühlste. Zudem spart das System einige Sekunden Zeit für die Servicekraft. Gastro-Cool entwickelte das Produkt damals exklusiv für den Energydrink Red Bull. Nun fragt der Handel auch nach einem Modell für die Standarddose.

Neue Techniken Gastro-Cool optimiert seine Geräte immer weiter – Feinoptimierung ist dabei das Stichwort. So hat das Unternehmen erkannt, dass LED-Lichter im Rahmen der Kühlschranktür den Innenraum besser ausleuchten. Für Kunden mit Sonderwünschen soll bald eine Kühlschranktür entwickelt werden, die einen LCD-Bildschirm hat, der Filme abspielt.


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